• Das Projekt

    Mit dem Projekt AndersGründer werden Menschen ermutigt und befähigt, ihre Idee zur Lösung eines sozialen Problems in ein nachhaltig wirksames Unternehmen zu überführen. Dabei erhalten sie Unterstützung von dem professionellen Team der Social Impact gGmbH, die in ihren erfolgreichen Social Impact Labs bereits knapp 200 Startups mit auf den Weg gebracht hat.

    Die Ausweitung dieses Konzepts nach Frankfurt am Main und Duisburg belegt das dynamische Wachstum im Bereich soziale Innovationen. Die KfW Stiftung beteiligt sich getreu ihrem Leitmotiv „Verantwortung übernehmen – Vielfalt gestalten“ finanziell und inhaltlich. „Es geht darum, für soziale und gesellschaftliche Probleme Verantwortung zu übernehmen“, sagt Dr. Edeltraud Leibrock, Vorstand der KfW Stiftung. Zielgruppe der AndersGründer sind Personen, die bewusst ihr soziales Engagement mit ihren beruflichen Ambitionen und nachhaltigen unternehmerischen Visionen verbinden. Bei diesem Versuch, einen Ausgleich von Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft zu finden, werden die AndersGründer im Social Impact Lab Frankfurt bzw. Duisburg mit Beratung und Coaching intensiv unterstützt. Auch bei der Suche nach Finanzierungspartnern und ersten praktischen Schritten als UnternehmensgründerInnen steht das Lab als Anlaufstelle zur Verfügung.

    Soziale Visionen zu strategischen Businessplänen auszuarbeiten und diese auch persönlich zu präsentieren können – das sind die wichtigen Notwendigkeiten beim Zugang zu Kapital von dritter Seite. Hierzu zu befähigen, das gehört zu den Stärken von Social Impact. Das Projekt AndersGründer bietet ein qualitativ hochwertiges und zentrales Unterstützungsangebot. Dies gilt für Social Startups, die ihre Innovationen implementieren und skalieren wollen. Das Leistungsangebot reicht deshalb von der kostenfreien Bereitstellung von Co-Working-Spaces bis zur professionellen Begleitung (Beratung, Coaching, Qualifizierung) der sozialunternehmerisch Gründungswilligen. In Frankfurt sollen pro Jahr mindestens 30 Gründungsteams begleitet werden.


  • Hintergrund

    Der Sektor der sozialen Innovationen gewinnt durch Herausforderungen wie demographischer Wandel, Zuwanderung und sinkende Finanzierungen von Sozialleistungen durch den Staat stetig an Bedeutung.

    Bereits um das soziale Sicherungssystem zukunftssicher und nachhaltig auszugestalten, bedarf es nicht nur einer effizienteren und effektiveren Leistungserbringung, sondern es müssen auch neue Dienstleistungen für eine sich verändernde Nachfrage entwickelt werden. Hinzu kommen eine neue Denkweise und Motivation: Unternehmen gründen, um aus deren Gewinnen Mittel zu ziehen, die zum Beispiel die soziale Infrastruktur eines Stadtteils, einer Stadt, einer Region verbessern – nicht nur in Deutschland. Für diese neue vielfältige Gründergeneration wird mit AndersGründer im Social Impact Lab nun auch in Frankfurt ein Kompetenzzentrum als zentrale Anlaufstelle geboten. Das Thema Sozialunternehmen gewinnt zudem auf der politischen Agenda zunehmend an Bedeutung: Die Bundesregierung fördert seit etwa zwei Jahren dieses Segment mit diversen Förderaktivitäten. Auch die neuen Regierungsparteien haben sich in ihrem Koalitionsvertrag grundsätzlich dazu verpflichtet, „soziale Innovationen auch von Sozialunternehmen“ zu unterstützen. In diesem Kontext wollen sie „die Gründung unternehmerischer Initiativen aus bürgerschaftlichem Engagement erleichtern“. Gleichwohl sind die Bedingungen zur Gründung und Entwicklung von Sozialunternehmen in Deutschland noch nicht günstig: In den vergangenen zwanzig Jahren ist vor allem für gewerbliche und gewinnorientierte Unternehmensgründungen ein umfangreiches Förderangebot von kostenfreier Beratung, Investitionszuschüssen und Sonderkrediten entwickelt worden – solche Unternehmen aber, die sich in den Dienst der Gesellschaft stellen wollen und keine Gewinne anstreben, können diese Förderungen nicht in Anspruch nehmen. Ohne Unterstützung gestalten sich die Umsetzung von glänzenden Ideen und die Verbreitung selbst von erfolgreichen Projekten oft als sehr schwierig.



AndersGründer ist ein Projekt von Social Impact und wird gefördert von der KfW Stiftung.